Inkontinenz-assoziierte Dermatitis (IAD)

Die Inkontinenz-assoziierte Dermatitis (IAD) entsteht als Schädigung der Haut durch den wiederholten und länger an dauernden Kontakt mit Urin und/oder Stuhl. Betroffene finden sich in allen Altersgruppen. Die Prädilektionsstellen sind perineal, perianal, Oberschenkelinnenseiten und Gesäß. Pathophysiologisch sind Feuchtigkeit auf der Hautoberfläche, veränderte pH-Werte, Okklusion, Urin oder Schleim, die auf die peristomale Haut gelangen, können dort scharf begrenzte Ekzeme verursachen. Durch die speziell verwendete Materialien kann es aber auch zu allergischen Kontaktekzemen kommen. Für eine exakte Differenzierung kann eine allergologische Testung (Epicutantest) sinnvoll sein.

Die Abgrenzung zu einem Dekubitus ist ebenfalls besonders wichtig, denn die ursächliche Therapie ist beim Dekubitus eine andere als bei der IAD. Ungeachtet dessen können auch beide Krankheitsbilder zeitgleich vorliegen.

(Quelle: Initiative Chronische Wunden e. V. (ICW) (2023): Standards der ICW – Diagnostik und Therapie chronischer Wunden / www.icwunden.de/wp-content/uploads/2023/09/230803_Broschuere_Standards_Chronische_Wunden.pdf)