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Dekubitus – Druckgeschwür durch Wundliegen
Ein Dekubitus (Dekubitalgeschwür) ist eine lokal begrenzte Schädigung der Haut und/oder des darunter liegenden Gewebes, typischerweise über knöchernen Vorsprüngen, infolge von Druck oder Druck in Verbindung mit Scherkräften.¹
Durch Druck entsteht eine Minderdurchblutung, was Zelltod, Gewebenekrosen und eine Dekubitusentwicklung zur Folge haben kann. Der Dekubitus gehört zu den häufigsten chronischen Wunden, meist sind das Gesäß, die Ferse und das Kreuz- oder Steißbein betroffen. Rollstuhlfahrer oder bettlägerige Menschen (zum Beispiel nach einer Operation oder Verletzung) sind durch Immobilität besonders gefährdet. Begünstigt wird die Entstehung durch vorgeschädigte Haut, bestimmte Medikamente sowie weitere innere und äußere Risikofaktoren. In der Regel entsteht ein Dekubitus durch das Zusammenspiel mehrerer Ursachen.
Für die Klassifikation eines Dekubitus sind mehrere Systeme entwickelt worden, die teils verschiedene Einteilungen vornehmen. Das European Pressure Ulcer Advisory Panel (EPUAP)² unterteilt die Druckgeschwüre in 6 Kategorien (Kategorie 1 = lokal begrenzte Hautrötung bis Kategorie 4 = ausgedehnte Zerstörung des Gewebes mit Nekrosenbildung), jedoch gilt im klinischen Bereich ebenfalls weiterhin die Klassifikationen des Dekubitus nach DRG/ICD in 4 Grade. Daran orientiert sich ebenfalls die Dekubitusversorgung, die meist mit einer Druckentlastung der entsprechenden Stelle einhergeht.