Defintion eines Dekubitus (Dekubitalgeschwür)

Ein Dekubitus (Dekubitalgeschwür) ist eine örtliche Verletzung der Haut und/oder des darunter liegenden Gewebes, normalerweise über einem hervorstehenden Knochen. Durch Druck entsteht eine Minderdurchblutung, was Zelltod, Gewebenekrosen und eine Dekubitusentwicklung zur Folge haben kann. Der Dekubitus gehört zu den häufigsten chronischen Wunden, meist sind das Gesäß, die Ferse und das Kreuz- oder Steißbein betroffen. Rollstuhlfahrer oder bettlägerige Menschen (zum Beispiel nach einer Operation oder Verletzung) sind durch Immobilität besonders gefährdet. Die Druckgeschwüre lassen sich je nach Schwere der Verletzung in Dekubitus Grad 1 (lokal begrenzte Hautrötung) bis Dekubitus Grad 4 (völliger Gewebsuntergang mit Nekrosenbildung) einteilen – und daran orientiert sich auch die Dekubitusversorgung, die meist mit einer Druckentlastung der entsprechenden Stelle einhergeht.

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Fallbeispiel Dekubitus

  • Adem K., 52 Jahre alt, ist ein immobiler Patient, der unter einer spastischen Tetraplegie bei chronisch-progredienter Encephalomyelitis disseminata (Multiple Sklerose) leidet.
  • Adem K. hat außerdem einen wiederkehrenden Dekubitus über dem linken Sitzbein nach einer Verschiebelappenplastik. Im postoperativen Verlauf kam es dann zu einer Nahtdehiszenz und einer Infektion.
  • Adem K. lebt zu Hause und wird von seiner Frau und einem Pflegedienst versorgt.
  • Die Wunde wurde aufgrund der Exsudatmenge mit Biatain® Silicone versorgt und der Verband alle 2 Tage gewechselt. Durch seine Anpassung zum Wundgrund und das exzellente Exsudatmanagement schützte Biatain®  Silicone den Wundrand und die Wundumgebung vor Feuchtigkeitsschäden.
  • Innerhalb von 29 Tagen reduzierte sich die Wundgröße um fast 50 %. Trotz mehrfach notwendiger hochdosierter Cortison- und Imunsuppresiva-Therapie verbesserte sich die Wunde langsam, aber stetig und war an Tag 485 nur noch 8 × 5 × 2 mm groß.
Dekubitus Tag 0

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Dekubitus Tag 29

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Dekubitus Tag 485

Tag 485