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Darmfunktionsstörungen können für Betroffene sehr belastend sein und den Alltag stark einschränken – dabei gibt es wirksame Lösungen, die das Leben spürbar erleichtern. Eine Ergänzung zu konservativen Methoden kann die transanale Irrigation (TAI) sein. Jennifer Linck, ausgebildete Gesundheits- und Kinderkrankenpflegerin und Medical Advisor bei Coloplast, erklärt, warum die richtige Produktauswahl und eine fachliche Anleitung dabei entscheidend sind.
Viele Menschen mit Darmfunktionsstörungen haben einen langen Leidensweg hinter sich, bevor sie die passende Therapie finden. Umso wichtiger ist es, von Anfang an die richtige Produktauswahl zu treffen, weiß Jennifer Linck: „In der Regel suchen Menschen mit Darmfunktionsstörung fünf bis sechs, Jahre bis sie auf die richtige Therapiemöglichkeit stoßen. Sie sind dann voller Hoffnung, dass sie nun die für sich passende Therapie gefunden haben. Jetzt ist es maßgeblich, das richtige Produkt zu erhalten, da es sonst zu einer großen Frustration und Demotivation kommen könnte.“

„Das gemeinsame Ziel, ist ein planbares Darmmanagement zu erreichen, um das Leben für die Patienten wieder leichter zu machen.“
Jennifer Linck, Medical Advisor bei Coloplast
Bild: Coloplast
Individuelle Lösungen statt Standardversorgung
Die transanale Irrigation (TAI) kann eine wichtige Unterstützung im Umgang mit Darmfunktionsstörungen sein. Dabei wird körperwarmes Wasser über einen Rektalkatheter in den Darm geleitet. Das Wasser stimuliert die natürlichen Entleerungsreflexe des Darms und wird anschließend mit dem Stuhl ausgeschieden. Die TAI bietet hierbei unterschiedliche Ansätze: Während niedrigvolumige Systeme mit einer geringen Wassermenge (bis 250 ml) die Entleerung des Enddarms unterstützen, kann die hochvolumige Irrigation (ab 250 ml) durch die Entleerung des End- und des absteigenden Dickdarms eine längere Kontinenzphase ermöglichen. „Mit einem hochvolumigen System kann es beispielsweise nach einer Trainingszeit von etwa 14 Tagen je nach Darmfunktionsstörung möglich sein, den Darm nur alle 48 Stunden zu irrigieren und in der Zwischenzeit eine Kontinenz zu erlangen.“ Die Entscheidung für Peristeen® Light (bis 250 ml) oder Peristeen® Plus (ab 250 ml) ist abhängig vom Krankheitsbild und dem Schweregrad der Symptome. „Bei neurogenen Krankheitsbildern, wie zum Beispiel MS, Querschnittlähmung und Spina bifida, oder auch bei chronischen Obstipationen empfiehlt sich in vielen Fällen das hochvolumige Peristeen® Plus, bei nichtneurogenen Krankheitsbildern mit beispielsweise den Symptomen Stuhlschmieren, fraktionierten Stuhlgängen, vereinzelten Episoden der Stuhlinkontinenz oder Aussackung der Mastdarmvorderwand kann Peristeen® Light eine Option sein“, erläutert Jennifer Linck.
Links: Peristeen® Light (bis 250 ml) unterstützt die Entleerung des Enddarms (Rektum).
Rechts: Peristeen® Plus (ab 250 ml) unterstützt die Entleerung des End- und des absteigenden Dickdarms.
Bild: Coloplast
Anleitung als Schlüssel zum Therapieerfolg
Neben der Produktauswahl spielen die Anleitung und Beratung durch die medizinische Fachkraft eine zentrale Rolle. Sie entscheiden maßgeblich darüber, ob die Therapie langfristig erfolgreich ist.
„Als Fachkraft betreut und begleitet man den betroffenen Menschen auf seinem Weg. Gemeinsam wird geschaut, welche Stellschrauben im Darmmanagement gedreht werden müssen, damit die TAI die gewünschte Wirkung erzielt. Das gemeinsame Ziel ist ein planbares Darmmanagement zu erreichen, um das Leben für die Patienten wieder leichter zu machen“, sagt Jennifer Linck und ergänzt: „Eine enge Begleitung, insbesondere in der Zu Beginn der Therapie, schafft Sicherheit und unterstützt die Anpassung der Therapie an individuelle Bedürfnisse.“
Die transanale Irrigation (TAI) ist für viele Menschen eine wichtige Unterstützung im Umgang mit Darmfunktionsstörungen. Dabei entscheidend sind die richtige Produktauswahl und fachliche Anleitung.
Bild: Coloplast
Mehr Informationen zur transanalen Irrigation
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Mehr Sicherheit
Ergänzend zur transanalen Irrigation kann der Peristeen® Analtampon eine wichtige Rolle im Darmmanagement einnehmen. „Der Analtampon bietet eine einfache und wirksame Unterstützung im Alltag, gerade um die Sicherheit und Planbarkeit zu erhöhen. Er stellt eine mechanische Barriere im Analkanal dar und verhindert, dass fester Stuhl unkontrolliert austritt.“ So kann der Analtampon gerade auch in der Trainingsphase mit Peristeen® Plus zusätzliche Sicherheit bieten, wie Jennifer Linck erklärt: „Je nach Darmfunktionsstörung kann es sein, dass sich nach einiger Zeit aufgrund verzögerter Darmbewegung noch ein wenig Wasser entleert, das durch die Irrigation in den Darm gepumpt wurde. Der Analtampon kann hier die nötige Sicherheit geben, die Toilette rechtzeitig zu erreichen. Das ermöglicht mehr Freiheiten bei der Arbeit, beim Sport und in der Freizeit.“ Auch bei der niedrigvolumigen Irrigation mit Peristeen® Light, etwa bei Drangsymptomatiken, kann die Kombination mit dem Analtampon sinnvoll sein.
Der Peristeen® Analtampon hält festen Stuhl bis zu zwölf Stunden sicher zurück und kann unangenehme Gerüche verringern.
Bild: Coloplast
Fazit: Individuelle Produktauswahl und fachliche Begleitung schaffen Lebensqualität
„Die Wahl der richtigen Produkte und deren Kombination ist entscheidend für den Therapieerfolg bei Darmfunktionsstörungen“, resümiert Jennifer Linck. Ebenso wichtig ist die individuelle Anleitung durch qualifizierte Fachkräfte. „Das ermöglicht es, das Darmmanagement optimal anzupassen – und so für mehr Sicherheit, Planbarkeit und Lebensqualität im Alltag der Betroffenen zu sorgen.“
Erscheinungszeitpunkt: Mai 2026
Redaktion: mk Medienmanufaktur GmbH